Objektwahrnehmung und Gestaltgesetze
2. Gestaltpsychologie und gestalttheoretischer Erklärungsansatz
Die Gestaltpsychologie würde vor allem von Max Wertheimer (1887-1943) und der sog. Berliner Schule begründet. Als Teilgebiet der Psychologie beschäftigt sie sich vor allem mit dem Aufbau der Welt und ihren Dingen.
Sie entstand in den 20er Jahren des 20. Jh. als Gegenbewegung auf die Elementenpsychologie. Damals nahm man an, dass sich Wahrnehmung aus der Addtion einzelner Elemente, den elementaren Empfindungen (Reizen) zusammensetzt.
Als Gegenbeweis gibt es die Experimente zur Scheinbewegung von Wertheimer. (siehe Abb. 2)
Versuchsanordnung:
Auf der linken Seite eines Feldes tritt kurz ein Lichtpunkt auf, nach einer Dunkelpause von 50ms tritt der Punkt auf der rechten Feldseite auf. Es scheint, als hätte sich der Punkt von links nach rechts bewegt, was er nicht hat. Mit Hilfe er Elementenpsychologie ist dieses Phänomen nicht zu erklären. Die Gestaltpsychologen stellten, resultierend aus dem Scheitern der Elementenpsychologie, eine ihrer wichtigsten Grundregel auf.DAS GANZE IST MEHR ALS DIE SUMMER SEINER TEILE,
d.h. eine Erscheinung weist in der Wahrnehmung als Ganzes andere Qualitäten auf, als seine einzelnen Teilelemente. Da die Teilelemente zueinander in Beziehung stehen, beeinflussen diese die Wahrnehmung des Objektes als Ganzes.Objekte und Reizkonfigurationen werden in der Gestaltpsychologie immer als Ganzes wahrgenommen. Mit der Frage nach den Einheiten der Wahrnehmung setzen sich die Gestaltgesetze auseinander, sie sind sozusagen Regeln der Wahrnehmung die uns erklären sollen, wieso und nach welchen Gesetzmässigkeiten bestimmte Reizelemente innerhalb einer Konfiguration als zusammengehörige Teile innerhalb eines Ganzen wahrgenommen werden.
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